Burghardt · Ernst · Bagh | Eigenverwaltung und Insolvenzplan
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Eigenverwaltung und Insolvenzplan

Eigenverwaltung

Neue Perspektiven

Seit der gesetzlichen Neuordnung des Insolvenzrechts im Jahr 2012 wurden im gleichen Jahr 346 Verfahren im Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung abgewickelt. Stellt dies nur eine kleine Erhöhung dar, ist die Zahl mit geschätzten 500 Verfahren im Jahr 2013 bereits deutlich höher. Da aufgrund der Größenkriterien nur wenige Verfahren für das Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung geeignet sind, ist dieser Anstieg bemerkenswert und bedeutend. Für das Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung gelten diese Größenkriterien:

4.84

Mio. € Bilanzsumme

9.68

Mio. € Umsatzerlöse

50

Ø Arbeitnehmer / Jahr

Ziele der gesetzlichen Neuerung

Mit der Erleichterung der Sanierung schafft der Gesetzgeber nach den Erfahrungen mit dem Insolvenzrecht seit 1999 bessere Voraussetzungen für eine berechenbarer Sanierung im gerichtlich überwachten Verfahren. Im Einvernehmen mit den wichtigen Gläubigern setzt das Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung auf die Erfahrung und Sachkenntnis der Geschäftsleitung. Der vom Gericht gestellte Sachwalter unterstützt und kontrolliert den Sanierungsprozess und sorgt für Sicherheit und Transparenz.

Mechanismen des Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung:

Einfluss des Gläubigerausschusses auf die Auswahl des Sachwalters durch das Gericht

Straffung des Insolvenzplanverfahrens durch die Eigenverwaltung

Erleichterter Zugang zur Eigenverwaltung

 Herausforderung Antragstellung

Für die Eröffnung eines Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung ist ein einfacher Insolvenzantrag nicht ausreichend. Der Antrag muss das Insolvenzgericht und die Gläubiger von der Richtigkeit und Erfolgsaussicht des angestrebten Verfahrens überzeugen und ist – anders als bei der Regelinsolvenz – von höchster Bedeutung für die Beurteilung des Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung; gleiches gilt für das Schutzschirmverfahren. Die Begleitung der Antragstellung durch einen in Insolvenzangelegenheiten erfahrenen Rechtsanwalt verbessert die Erfolgsaussichten des Antrags und sorgt dafür, dass die Weichen für ein erfolgversprechendes Verfahren rechtzeitig gestellt werden.

In diesem Zusammenhang zeigt eine aktuelle Studie, dass die Antragstellung mit einem vollständigen Sanierungskonzept, Umfang und Qualität der Bescheinigung eines in Insolvenzangelegenheiten erfahrenen Beraters und die Information der Gläubiger als schwierig beurteilt werden. Gleichzeitig sind sie besonders wichtig für die Antragstellung und für das sich anschließende Verfahren.

Erfolgsfaktoren beim Antrag auf Eigenverwaltung

Antragstellung
mit vollständigem
Sanierungskonzept

Wichtig / Sehr wichtig0%
Schwierig / Sehr schwierig0%

Umfang und Qualität
der Bescheinigung
nach § 220 b InsO

Wichtig / Sehr wichtig0%
Schwierig / Sehr schwierig0%

Umfangreiche Information
der Gläubiger
im Vorfeld

Wichtig / Sehr wichtig0%
Schwierig / Sehr schwierig0%
Quelle: Roland Berger/Noerr LLP

 Entscheidungssicherheit als Kriterium

Für Unternehmen in einer wirtschaftlichen Krise bietet ESUG besser kalkulierbare Rahmenbedingungen. Die frühe Entscheidungssicherheit für die Gläubiger und die Handlungsfähigkeit der Geschäftsführung in einem festen, kontrollierten Rahmen sind die entscheidenden Merkmale, die das erleichterte Insolvenzverfahren interessant machen.

Schutzschirmverfahren

Mit dem Schutzschirmverfahren stellt der Gesetzgeber nach ESUG eine Variante der Eigenverwaltung zur Verfügung. Erfahren Sie hier mehr über die Rahmenbedingungen und den Ablauf des Verfahrens.

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